Füße im Sand

Reisen, Sonne und Meer…

Ist ganz Australien ein Nationalpark? Kakadu und Litchfield

WalibiEs sind tatsächlich schon wieder weitere drei Wochen vergangen. In ein paar Tagen bin ich bereits schon drei Monate unterwegs. Unfassbar wie schnell die Zeit vergeht. Zur Zeit befinde ich mich in Byron Bay, einer der coolsten Plätze in Australien. Aber dazu in ein paar Tagen mehr. Erst mal zu den letzten Wochen.

FarbscalaDas Outback. Da war es nun. Riesige Flächen aus trockenem roten Sand, bewachsen mit orange scheinendem Grass und noch trockener wirkenden Bäumen und Sträuchern. Dies sahen wir schon auf dem Weg zum Kakadu Nationalpark. Noch ein Nationalpark, wo es mir vor kommt, als wenn ganz Australien ein Nationalpark ist. KrokodllZuvor machten wir Halt am Mary River, wo es mit einem Boot auf Krokodilschau ging. Sie lagen ganz entspannt zwischen den Seerosen und am Flussufer in der Sonne. Ich war froh, dass zwischen ihnen und mir ein paar Meter lagen. Ob das Boot da soviel Schutz bietet?

Krokodil2Die Straßen zum Kakadu Nationalpark waren teilweise asphaltiert und teilweise fuhren wir auf rotem Sand und Steinen. Was sich wie eine Massage im einem der besten Massagesesseln anfühlte. Und das mit einem kleinen Bus der einen Trailer hinter sich her zog. Nach der Sprache der indigenen Bevölkerung trug der Park den Titel „Gagugju“. Auf Grund der falschen Aussprache entstand der Name Kakadu. Ubirr AussichtIn dem Park leben seit gut 50.000 Jahres Aborigines. Als wir den Eingang passierten war die Freude groß, nach den ersten Stunden Busfahrt aussteigen zu können. Es kam sehr schnell die Erkenntnis, dass der Park eine solche Größe umfasst, dass wir nach dem Eingangsschild noch ein paar Stunden fuhren, bis wir Ubirr erreichten.

Ein kurzer Wanderweg führt vorbei an den sehr alten Felsmalereien. Alle diese Malereien erzählen eine Geschichte, welche den Kindern in jeder Generation weiter gegeben wird. Vom Ubirr Rock, dem Nadab Lookout hast du einen sehr weiten Überblick über das Arnhem Land. InselnIn der Regenzeit ist die gesamte Fläche durch die starken Regenfälle überschwemmt, wodurch sich dort Krokodile Eintritt verschaffen. Die Felsen, sogenannte Inseln sind in der Zeit die sichersten Stellen in dem Gebiet. Ich kann mir immer noch nicht vorstellen, wie diese Fläche komplett überschwemmt wird und zu Fuss nicht mehr passierbar ist. Diese Aussicht solltest du gesehen haben.

Eines meiner Highlights in dem Park ist der Gunlom Lookout. Dafür musst du auf einen Berg steigen. Der Weg führt sehr steil hoch über Steine und Treppen. Oben angekommen wirst du mit einem weitreichenden Blick über den Nationalpark belohnt. Aber das ist noch nicht alles. Ein paar Meter höher befinden sich Naturpools in denen du baden kannst. Es ist so herrlich, in dem Wasser zu schwimmen während du diesen Ausblick genießen kannst. Der obere Pool ist etwas größer. Gulum LookoutWo es wirkt als ginge es nicht mehr weiter, kannst du über ein paar Steine schwimmen und zwischen den Felsen klettern, wo du anschließend zu einem kleinen Wasserfall gelangst. Es ist als wenn du zwischen einem Canyon schwimmst und das in einer solchen Höhe. Ich war absolut fasziniert von dem Ort.

Termiten 1Auf den Straßen werden dir Walibis, Dingos und Kängurus begegnen, leider nicht immer lebend. Es ist so schön, diese nicht enden wollende Natur zu erleben. Als nächstes fuhren wir zum Litchfield Nationalpark. Noch ein Nationalpark. Welch Zufall. Mehr als 50 Jahre alte Termitenbauten befinden sich hier. Es gibt zwei unterschiedliche Arten in dem Park. Die Cathedral Termites, welche sehr hohe Bauten erschaffen und die Magnetic Termites, welche sehr flach bauen. Ihre Bauten sehen bei entsprechendem Sonnenlicht aus wie eine Flamme.Termiten 2 Beeindruckend, vor allem, da diese Kunstwerke ausschließlich aus dem Kot der Termiten bestehen. Ob wohl jemand Anweisungen gibt, an welchen Stellen sie weiter bauen müssen, damit die Termitenhügel entsprechend aussehen?

BuleyDer Litchfield Nationalpark ist etwas näher an Darwin gelegen. Du kannst direkt Tagestouren dort hin buchen, das macht sich sofort an der Fülle der Besucher bemerkbar. Die Buley Rockhole sind ebenfalls Naturpools, sie verlaufen Terrassenförmig mit kleinen Wasserfällen. Laden sehr schön zu einem kleinen Nachmittags Spa zum entspannen ein. Das sind nicht die einzigen Wasserfälle in dem Park. Wangi FallsDer Florence Falls ist ein sehr großer Wasserfall. Die Wangi Falls sind wohl die meistbesuchten Wasserfälle im Litchfield Nationalpark. Das Wasser der beiden Wasserfälle triff in einem sehr großen Naturpool aufeinander, in dem du ebenfalls schwimmen darfst.

Mein Favorit ist absolut der Kakadu Nationalpark. Wenn es geht, nimm dir ein paar Tage mehr Zeit um die Natur in vollem erleben zu können. Bei der Größe ist dort sicherlich noch mehr zu entdecken. Vielleicht hast du dort ja schon mehr gesehen.